Pferdetypen TCM Milztyp

Der Milz-Typ: Probier´s mal mit Gemütlichkeit

Der Milz- oder Pi-Typ besticht durch sein ruhiges Wesen. Da weder Yin noch Yang überwiegen, trägt das entscheidend zu seiner Ausgeglichenheit bei.

Optisch erscheint das Pi-Pferd, dem die Wandlungsphase Erde zugeteilt wird, eher gemütlich und rundlich. Ein Blick in die Tabelle verrät, dass das zugehörige Sinnesorgan des Elementes Erde die Lippen sind. Dementsprechend sieht man den Milz-Typen recht häufig mit entspannt hängender Unterlippe. Seine Muskulatur ist eher weich und häufig nur schwach ausgeprägt. Da diese Pferde von Natur aus eine weiche Muskulatur haben, leiden sie selten oder nie unter Muskelverspannungen.

Dem Element Erde wird der Klimafaktor Nässe zugeordnet. Das bedeutet zum einen, dass der Milz-Typ besonders krankheitsanfällig bei regnerischem Wetter ist. Zum anderen leidet er aber häufig auch unter innerer Nässe, die sich zum Beispiel in Ödemen, Schleimansammlungen, Kotwasser oder Durchfällen niederschlägt. Da die zugehörige Jahreszeit der Spätsommer ist, werden die genannten Krankheitsneigungen verstärkt in dieser Zeit auftreten. Ödeme, also angelaufene Beine, entstehen vor allem bei zu langer Boxenruhe. Sobald sich das Pferd bewegt, nimmt die Schwellung ab.

Wandlungsphasen TCM Pferd

Die Milz hat in der Traditionellen Chinesischen Medizin die Aufgabe, Elemente des Körpers an ihrem Platz zu halten. Ist der Energiefluss auf dem Milz-Meridian gestört, gelingt ihr dieses nicht mehr. Aus diesem Grund kann Flüssigkeit in das Gewebe eindringen, geschwollene Beine sind die Folge. Damit schließt sich der Kreis zum Klimafaktor Nässe.  Eine Decke bei anhaltenden Regenfällen wird gerne angenommen.

Der Pi-Typ ist das absolute Anfänger- und Verlasspferd. Er lernt zwar nur langsam, dafür sind gelernte Lektionen auch von ungeübten Reitern leicht und zuverlässig abrufbar. Nach der Aufwärmphase zeigt sich das Milz-Pferd fleißiger als zu Beginn der Trainingseinheit. Überfordert man sie jedoch, sei es körperlich oder psychisch, führt dies zu noch größerer Faulheit. Daher sollte man im Training immer darauf achten, im Lerntempo des Pferdes zu arbeiten, ihm eine genügend lange Aufwärmphase zu  bieten und nicht zu viele neue Dinge auf einmal zu verlangen. Abwechslung und Motivation stehen trotzdem an oberster Stelle, möchte man das Pi-Pferd bei Laune halten.

Landläufig werden die Milz-Pferde wohl als Sturköpfe bezeichnet.

Da diese Pferde sehr verfressen sind, werden sie in der Herde einen eher höheren Rang einnehmen, um in jedem Fall das meiste Futter zu bekommen. Ansonsten verhalten sie sich friedlich in der Herde, geben ihre Rangposition jedoch nicht kampflos auf.

Abschließend lässt sich sagen, dass Milz-Pferde gemütliche Wesen sind, die so schnell nichts erschüttern kann. Daher eignen sie sich hervorragend als Therapie- oder Anfängerpferd. Schafft man es, ihre Motivation zu wecken, so können sie sich ebenfalls zu verlässlichen Sportpferden entwickeln.

Um Pi-Pferde in Schwung zu bringen eignen sich zum Beispiel flotte Ausritte, viele Tempowechsel und unterschiedliche Trainingseinheiten, wie zum Beispiel Bodenarbeit, Trailparcours oder Cavaletti-Arbeit.

 

 

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