Hagebutten für Pferde, Traditionelle Chinesische Medizin Pferd

Hagebutten für Pferde

Zur Zeit hängen sie leuchtend rot an Sträuchern und warten scheinbar nur darauf, gepflückt zu werden. Die Rede ist von Hagebutten, die bereits seit einiger Zeit aus der Pferdefütterung nicht mehr wegzudenken sind. Doch was macht die kleinen Früchte so beliebt und welche Wirkung haben sie in der Traditionellen Chinesischen Medizin?

Hagebutten sind die Früchte von Wildrosen. Ihre Kerne enthalten kleine Widerhaken, die bei Hautkontakt den bekannten Juckreiz auslösen. Möchte man sie dem Pferd als Leckerchen anbieten, sollten sie vorher getrocknet werden. Zur Trocknung kann man einen Dörrofen oder auch den Backofen verwenden. Das Trocknen hat den Vorteil, dass sich die Früchte sehr lange halten.
Viele Pferde mögen es übrigens, die Hagebutten frisch vom Strauch zu knabbern.

Die Hagebutte ist ein echtes Superfood für Pferde, denn sie enthält jede Menge Vitamine und Mineralstoffe. Durch den hohen Gehalt an Vitamin C stärkt sie das Immunsystem, in der TCM Wei Qi genannt. Zusätzlich enthält die Hagebutte Vitamin B1 und B2 sowie Eisen, aber Magnesium, Natrium und Phosphor.
Hat das Pferd eine schwache Leber- Energie, kann eine Kur mit Hagebutten helfen das Qi der Leber wieder in Schwung zu bringen.
Die thermische Wirkung der Hagebutte ist kühlend. Um zu vermeiden, dass das Futter die Körpertemperatur des Pferdes zu stark Absinken lässt, sollte die Hagebutte nur für einen Zeitraum von ca. drei Wochen gefüttert werden. Danach sollte eine ebenso lange Pause eingelegt werden. Bei Pferden, die eher zu den thermisch kalten Typen gehören, wie zum Beispiel der Lungen- oder Nierentyp, sollte die Hagebutte mit wärmenden Kräutern kombiniert werden.
Die Fütterung der kleinen Frucht hat zudem eine stimmungsaufhellende Wirkung.

Übrigens: Einige Hagebuttenarten können ab Mitte September geerntet werden. Ob sie reif sind, erkennt man daran, dass sie sich leicht vom Stiel entfernen lassen. Da sich die Schale bei Regenwetter mit Feuchtigkeit vollsaugt, sollte man sie bestenfalls im Sonnenschein ernten. So lassen sie sich leichter trocknen.

 

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