Adduktoren Pferd Pferdephysiotherapie Düren

Die Adduktorengruppe Nicht nur bei Fußballern, auch bei Pferden spielen Adduktoren eine wichtige Rolle in der Fortbewegung. Hier kommen die wichtigsten Fakten zu dieser Muskelgruppe im Überblick: Welche Aufgabe hat die Adduktorengruppe? Das Wort Adduktor kommt von dem lateinischen Begriff „adducere“. Das heißt übersetzt „heranführen“. Die Muskelgruppe der Adduktoren ist somit für das Heranführen der Hintergliedmaße zur Körpermitte zuständig. Immer, wenn das Pferd die Hinterbeine kreuzt, werden die Adduktoren beansprucht. Außerdem sind sie beteiligt an der Bewegung von Hüft- und Kniegelenk sowie an jeder Form der Seitwärtsbewegung. Wo verlaufen die Adduktoren? Die Adduktoren liegen auf der Innenseite der Hinterbeine. Da diese Muskelgruppe aus verschiedenen EinzelmuskelnWeiterlesen

Oberschenkelmuskel Pferd M. biceps femoris

Der Musculus biceps femoris, auf Deutsch: zweiköpfiger Oberschenkelmuskel, ist einer der stärksten Muskeln im Pferdekörper. Er ist Bestandteil der Langen Sitzbeinmuskulatur und besteht aus zwei Teilen, wobei der eine Teil das Kreuzbein mit der Kniescheibe und Kniebändern verbindet und der andere Teil vom Sitzbeinhöcker über das Schienbein bis hin zum Fersenbeinhöcker verläuft. Der m. biceps femoris ist hauptsächlich für Streckung und das Seitwärtsführen der Hintergliedmaße nach außen zuständig. Außerdem streckt er das Sprunggelenk. Woran erkenne ich, dass mein Pferd ein Problem in diesem Muskel hat? Dieser Muskel hat Berührungspunkte mit dem Kreuzdarmbeingelenk und dem Kniegelenk. Ist der m. biceps femoris zu wenig ausgeprägt, werden insbesondereWeiterlesen

Pferdephysiotherapie Christina Schumann Düren

Ein Rückblick Die Physiotherapie blickt mittlerweile auf eine lange Geschichte zurück. Schon vor mehreren tausend Jahren wurde sie in verschiedenen Kulturkreisen angewendet, wenn auch zunächst nur am Menschen. Schon der griechische Arzt Hippokrates nutzte Formen der Physiotherapie in seinen Behandlungen. Einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der Physiotherapie setzte der amerikanische Gründer der Osteopathie, Andrew Taylor Still (1828-1917). Er fand als erster Arzt heraus, dass ein Zusammenhang zwischen Gelenkproblemen und anderen Erkrankungen besteht. Seit diesen Erkenntnissen steht das Skelett im Zusammenhang mit Nerven und Organen. Aus seinen Forschungen entwickelte er die Grundregeln der Osteopathie, die auch für die Physiotherapie von großer Bedeutung sind: Störungen inWeiterlesen

Pferdephysiotherapie Christina Schumann Sattel Schulterblatt Pferd

Betrachtet man Körperbau und Sattel, so wird schnell klar, dass das Schulterblatt bei der Passform des Sattels eine große Rolle spielt. Das Schulterblatt des Pferdes ist nicht durch ein echtes Gelenk mit dem Brustkorb verbunden, sondern nur durch Muskulatur. Dabei gleitet das Schulterblatt über den Rumpf des Pferdes. Damit kann es eine wichtige Aufgabe erfüllen, nämlich die Stoßdämpfung der Vorhand. Tritt das Pferd auf, gleitet das Schulterblatt am Rumpf entlang Richtung Mähnenkamm. In der sogenannten Hangbeinphase, also wenn sich das Vorderbein des Pferdes in der Luft befindet, gleitetes wieder abwärts. Somit kann es die Kraft, die bei der Bewgung entsteht abfedern. Und natürlich ist dasWeiterlesen

Es gibt Pferdemenschen, die bekommen bei der Verwendung des Wortes „Sattel“ hektische rote Flecken und Schnappatmung. Ich gehörte auch dazu. Hat man ein Pferd mit einer ungünstigen Sattellage, beginnt oft eine Odyssee der Sattelsuche. Wird man dann auch noch falsch beraten, ist das Drama vorprogrammiert. Auch als angehende Pferdephysiotherapeutin beschäftige ich mich mit diesem Thema, denn wenn der Sattel nicht passt klemmt es ganz schnell im Pferdekörper. Damit ihr euch ein Bild von der Passform des Sattels machen könnt, habe ich ein paar Kennpunkte zusammengefasst: 1. Die Länge des Sattels Die Länge der Auflagefläche wird bestimmt durch die Strecke zwischen der hinteren Kante des SchulterblattsWeiterlesen

Am letzten Wochenende war es mal wieder soweit: Ich packte meine Tasche und machte mich auf den Weg ins Münsterland, in die Nachbarschaft der Wildpferde. Wie heißt es so schön: Fortbildung ist nicht alles, aber ohne Fortbildung ist alles nichts (okay, ich schmeiße einen Euro in das Phrasenschwein). Bei schönstem Wetter und mit gemischten Gefühlen fuhr ich zum Kurs, der mir hoffentlich das Longierabzeichen bescherte. Ja, mit gemischten Gefühlen, denn ich wusste im Voraus, dass dort das Longieren mit Hilfszügeln erwartet wurde. Und von solchen Problem-Wegwischern halte ich grundsätzlich nichts. Jetzt wird sich der eine oder andere Leser fragen, warum ich überhaupt dort hin gefahrenWeiterlesen

Pferd Training

Wenn die Tage länger werden und die Pferde erste Haare von ihrem Winterfell verlieren, dann ist das Frühjahr nicht mehr weit. Ich liebe diese kleinen Dinge die andeuten, dass wir bald auch wieder nach dem Arbeitstag bei Tageslicht ausreiten können. Doch nicht nur der Winter hindert uns manchmal an einem konstanten Training, auch nach Krankheitsphasen oder wohlverdienten Pausen müssen wir unsere Pferde wieder fit machen, damit sie uns Menschen schadlos tragen können. Aufgebaute Muskulatur wird nach etwa acht Wochen ohne regelmäßige Arbeit abgebaut und muss erneut antrainiert werden. Einige Elemente lassen sich auch wunderbar in das alltägliche Training integrieren, denn sie entspannen Körper und Geist. DeshalbWeiterlesen

Sperrriemen Pferd

Bei einem Bummel durch das Reitsportgeschäft oder bei einem Blick in ihre Kataloge sieht man sie immer wieder: Englische Reithalfter, in den meisten Fällen kombiniert mit einem Sperrriemen.  Und was dort so standardmäßig angeboten wird, kann dem Pferd ja nicht schaden, oder? Leider doch. Denn nicht alle Reithalfter, die angeboten werden, sind pferdegerecht. Was hat es nun mit Sperr- und Nasenriemen auf sich? Der Nasenriemen des Englischen Reithalfters ist meiner Meinung nach unnötig, schadet dem Pferd bei richtiger Verschnallung jedoch nicht. Die Passform des Kopfstückes ist hier ausschlaggebend: Der Nasenriemen sitzt zwei Finger breit unter dem Jochbein. Er wird so locker verschnallt, dass zwei FingerWeiterlesen

Pferd Stresspunktmassage

Mein letztes Wochenende stand ganz im Zeichen der Stresspunktmassage für Pferde. Zum wiederholten Male hat es mich ins Münsterland verschlagen, genauer gesagt nach Dülmen. In die Heimat der Wildpferde. Mehr Pferd geht nicht. Es waren zwei inspirierende und lehrreiche Tage bei schönstem Herbstwetter. Der Kurs lebte letztendlich auch durch seinen Dozenten, der wiederrum seit mehreren Jahrzehnten für die Pferde lebt. Doch nun zum eigentlichen Thema, der Stresspunktmassage nach Jack Meagher. Was ist Stresspunktmassage? Die Stresspunktmassage ist eine effektive Tiefenmassage in der Physiotherapie und findet, wie der Name schon sagt, durch die Untersuchung und Behandlung bestimmter Punkte am Pferdekörper statt. Die Stresspunkte liegen dort, wo dieWeiterlesen

Longieren Pferd

Longieren kann Fluch und Segen zugleich sein. Richtig angewendet trainiert die Arbeit an der Longe wichtige Muskelpartien und schafft eine Grundlage dafür, dass das Pferd uns lange und gesund tragen kann. Das Longieren kann für verschiedene Zwecke eingesetzt werden. Es stärkt die Muskulatur und fördert die Kondition. Außerdem entspannt lockeres Laufen auf einem großen Zirkel die Muskulatur. Grundsätzlich ist es eine gute Korrekturmöglichkeit, denn das Pferd lernt neue Bewegungsmuster leichter ohne Reitergewicht. So kann man an der Longe wunderbar daran arbeiten, dass das Pferd mit einer aktiven Hinterhand und einem aufgewölbten Rücken läuft. Doch das Longieren bietet nicht nur Vorteile. Falsch angewendet oder als netteWeiterlesen